Warenkorb 0 Artikel für 0,00 €

Ursachen und Gründe von übermäßigem Schwitzen

Der menschliche Körper besitzt in etwa 3 Millionen sogenannte ekkrine Schweißdrüsen, die für die Wärmeregulierung zuständig sind und so den Körper vor dem Überhitzen schützen. Sie sitzen am Übergang der Lederhaut zur Unterhaut. Doch wie genau funktioniert die Wärmeregulierung? Das ist ganz einfach. Der nasse Schweiß, der aus den Poren tritt, verdunstet auf unserer Haut und es tritt ein Kühlungseffekt ein. Man spricht auch von Verdunstungskälte.

Schwitzen ist also ein lebensnotwendiger Prozess. Allein bei der Energiegewinnung, wenn Nährstoffe verbrannt werden, entsteht so viel Wärme, dass die Körpertemperatur im Körperinneren eigentlich pro Stunde um etwa ein Grad ansteigen müsste. Hitze, körperliche Anstrengung und Aufregung können die Körpertemperatur zusätzlich nach oben treiben. Damit all diese Faktoren dennoch nicht zur Überhitzung des Körpers führen, produziert der Körper Schweiß – unser natürliches und körpereigenes Kühlungsmittel.

Bei Manchen Menschen jedoch produzieren die Schweißdrüsen unnötig viel Kühlungsmittel. Sie schwitzen kontinuierlich und extrem stark, ohne dass sie zum Beispiel einer besonderen körperlichen Anstrengung ausgesetzt sind. Die tatsächlichen Ursachen und Gründe für übermäßiges Schwitzen sind vielfältig und oft schwer auszumachen.

Starkes Schwitzen aus unbekannter Ursache

Aus noch nicht geklärten Gründen produzieren die Schweißdrüsen bei manchen Menschen häufiger Schweiß als es im Rahmen der Wärmeregulierung und Energiegewinnung eigentlich notwendig wäre. Es wird vermutet, dass eine Überfunktion der Schweißdrüsen bzw. eine Überaktivität des sympathischen Nervensystems, welches die Produktion der Schweißdrüsen steuert, zugrunde liegt. Die Betroffenen schwitzen oft anfallsartig und bis zu mehrmals am Tag. Die Schweißattacken beschränken sich dabei meist auf bestimmte Körperregionen, wie z.B. Achseln, Handinnenflächen, Fußsohlen, Rücken, Kopfhaut oder Stirn. Bei manchen Menschen reichen bereits geringfügige Reize aus und der Körper beginnt zu schwitzen. Bei anderen dagegen tritt das Schwitzen unvermittelt und ohne einen vorherigen Auslöser auf. Auch die Intensität des Schwitzens variiert deutlich: Das Störungsbild reicht von Schweißperlen auf der Stirn und dunklen Schweißflecken unter den Achseln bis hin zu regelrechten Sturzbächen. Die Betroffenen werden zudem meist nur tagsüber von den unangenehmen Schweißattacken ereilt. Nachts dagegen haben sie oft keine Beschwerden.

Stress als Auslöser für starkes Schwitzen

Stress und seelische Belastung gelten als eine der Hauptursachen für starkes Schwitzen. In abgeschwächter Form kennt dieses Phänomen fast jeder: Wenn man angespannt, aufgeregt oder nervös ist, kann der Körper schon mal ins Schwitzen kommen. Feuchte, zittrige Hände und ein paar kleine Schweißperlen am Haaransatz sind hier eine ganz normale Reaktion des Körpers auf eine Stresssituation.

Steht jemand dagegen dauerhaft unter Strom, kann sich das auch auf das Schwitzen auswirken. Viele Menschen, die unter Dauerstress stehen, klagen über plötzliche Schweißausbrüche, auch nachts. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Psyche. Dauerstress wirkt sich negativ auf das seelische Wohlbefinden aus und kann u.a. zu depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen und Nervosität führen. Aufgrund der psychischen Belastung schüttet der Körper folglich vermehrt Stresshormone aus, die wiederum das Kommando zur Schweißbildung geben.

Hormonelle Veränderungen während Schwangerschaft und Wechseljahren

Darüber hinaus können auch hormonell bedingte Veränderungen Grund für ein vermehrtes Schwitzen sein. Während der Schwangerschaft oder Wechseljahre ist starkes Schwitzen deshalb keine Seltenheit. Insbesondere in den Wechseljahren klagen viele Frauen über plötzliche Schweißausbrüche und vermehrtes Schwitzen. Es wird davon ausgegangen, dass der Grund in dem sinkenden Östrogenspiegel zu suchen ist. Dadurch wird das hormonelle Gleichgewicht durcheinander gebracht und die Wärmeregulation des Körpers funktioniert ungenau: Das Gehirn sendet ein Kühlungssignal, obwohl das eigentlich gar nicht notwendig wäre.

Starkes Schwitzen kann außerdem während der Schwangerschaft auftreten. Auch hier spielen die hormonellen Veränderungen des Körpers eine entscheidende Rolle. Der weibliche Körper muss nun nicht mehr einen Menschen, sondern zwei ausreichend mit Nährstoffen versorgen. Die Folge: Der Blutkreislauf wird angekurbelt und die Körpertemperatur steigt. Um den Temperaturanstieg auszugleichen und den Körper vor Überhitzung zu schützen, wird die Schweißproduktion erhöht. Wer sich unwohl fühlt, kann mit leichter Kleidung aus Naturfasern und einer bewussten, ausgewogenen Ernährung gegensteuern – grundsätzlich jedoch handelt es sich hierbei um eine völlig normale Körperreaktion.

Ungesunder Lebensstil

Neben den soeben genannten Ursachen spielt oft auch der Lebensstil eine große Rolle. Um starkem Schwitzen entgegenzuwirken, sollte deshalb zunächst die eigene Lebensweise unter die Lupe genommen werden. Bewege ich mich ausreichend? Mache ich Sport? Ernähre ich mich gesund? Habe ich zu viel Stress? All dies sind Faktoren, die die Schweißproduktion beeinflussen können. Oft sind es scharfe Speisen, zu viel Kaffee oder Alkohol, die die Schweißproduktion auf Hochtouren bringen. Auch Übergewicht ist eine häufige Ursache, denn die überflüssigen Pfunde erschweren selbst kleine Bewegungen, sodass der Körper bereits auf kleine Anstrengung reagiert. Wer jedoch trotz eines gesunden Lebensstils übermäßig viel schwitzt oder eine Veränderung wahrnimmt, kann beim Hausarzt oder Dermatologen um Rat fragen.

© MDM Healthcare GmbH 2016 - Odaban Antitranspirant gegen Schwitzen